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Wettergefahren


Himmelsaufnahmen sind bei jedem Wetter möglich. Einige Lagen wie z. B. Stürme oder Gewitter bergen aber auch einige Gefahren. Es lohnt sich nie wegen einer guten Aufnahme Risiken einzugehen!



An der See

gefahr1.jpg Bei heftigen Stürmen sollte man sich nie unter Bäumen aufhalten bzw. sein Fahrzeug dort parken! Vorsicht ist an der Küste bei hohem Seegang angesagt. Man sollte nie die Kraft der Wellen unterschätzen! Immer Abstand halten, und in dem Bereich bleiben, wo noch kein Wasser angespült wird und der Boden trocken ist. Schlagen hohe Wellen gegen Kaimauern o. ä. so kommt es zu heftigen Fontänen. Hier ist unbedingt Abstand zu halten, denn dort werden Tonnen von Wasser durch die Luft geschleudert! Zu beachten ist auch, das etwa jede 100. Welle etwa 1,5 mal höher als die kennzeichnende Wellenhöhe ist, und jede 3000. Welle doppelt so hoch.

Bei ablandigen Sturm gibt es direkt am Ufer kaum Wellen, aber man sollte in diesem Fall niemals ins Wasser gehen oder sich mit einem besonders kleinen Boot aufs Wasser begeben. Die Gefahr ist groß durch den ablandigen Sturm aufs offene Meer hinausgetrieben zu werden! Kleine Boote mit geringen Motorleistungen kommen da nicht mehr gegen an und man nicht mehr ans Ufer zurück.



Gewitter

gefahr2.jpg Auch Gewitter stellen eine starke Gefahr dar. Eine Gewitterzelle zieht nie mit dem Wind am Boden, sondern wird vom Höhenwind angetrieben! Nur durch die Beobachtung der Zugrichtung der hohen oder mittelhohen Wolken kann man feststellen, wie sich eine Gewitterzelle bewegt; ob sie sich nähert oder wieder entfernt. Bei aufziehenden Gewitter sollte man sich nur noch in der Nähe seines Fahrzeuges aufhalten um rechtzeitig und schnell Schutz zu bekommen! Weiterhin ist bei einem nahen Gewitter Kontakt mit dem Meerwasser unbedingt zu vermeiden. Wasser ist ein guter Leiter, so daß die durch einen Blitzschlag ins Meer verursachten Ströme über weite Strecken transportiert werden.

Ist das Gewitter direkt über einem, sollte man auf keinen Fall mehr das Fahrzeug verlassen und ins Freie gehen! Das gilt besonders im freiem Gelände! Alle anderen Interessen müssen in einem solchen Fall zweitrangig sein! Wie viele tödliche Unfälle durch Blitzschlag hätten vermieden werden können, wenn diese einfachen Regeln beachtet worden wären!

gefahr3.jpg Tückisch sind auch nächtliche Gewitter, wenn der Himmel vorher schon bedeckt ist. Auch wenn es nur am Horizont blitzt, kann man trotzdem nicht sehen, was über einem passiert! Gewitterzellen entwickeln sich ja auch ständig neu und wenn in diesem Falle genau in Zenitnähe eine neue Zelle entsteht, würde man es nicht sehen können. Wenn die Zelle aktiv wird, kann es schon zu spät sein, da auch der erste Blitz gleich einschlagen kann! Manchmal, aber nicht immer, beginnt vor den ersten Entladungen großtropfiger Regen aus einer entstehenden Zelle. Gerade bei Lagen mit schweren Gewittern ist hier Vorsicht geboten. Bei klarem Himmel sieht man natürlich, wo die Grenzen der Gewitterzellen liegen. Die Umgebung des Zenits sollte in jedem Falle noch wolkenfrei sein. Es kommt allerdings auch hin und wieder vor, das Blitze aus dem oberen Teil des Ambosses einer Zelle herunterschießen und daneben einschlagen. Das gilt natürlich auch tagsüber!



Schauer

gefahr4.jpg Auch bei schweren Schauern und Schauerwetter ist Aufpassen angesagt. Besonders tückisch sind die in Wetterberichten bezeichneten "kurzen Gewitter". Diese geben häufig nur ein oder zwei kräftige Entladungen in Verbindung mit heftigen Schauern ab und sind dann wieder weg. Sie ziehen meist sehr schnell und sind vorher oft nicht als Gewitter erkennbar. Erst wenn es wie aus allen Kübeln prasselt zuckt plötzlich ein grelles Licht am Himmel gefolgt von einem Donnerschlag.

Blitze dieser Kurzgewitter können genauso einschlagen wie die von anderen Gewittern! Mir sind z. B. in Kiel mehrere Fälle bekannt geworden. Während eines solchen Kurzgewitters bei kühler Schauerlage im Sommer ist ein Blitz in Holtenau eingeschlagen und hat ein Dach zerstört. Ein anderer ist während eines heftigen Graupelschauers im März in die Kieler Taxizentrale eingeschlagen.

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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