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Druckverhältnisse in der Höhe


Grundlage ist zunächst die Betrachtung des Luftdrucks bei kalter und warmer Luft in der Höhe. Der Luftdruck ist das Gewicht der Luftsäule über einen bestimmten Standort.

Nehmen wir als Beispiel einen Standort in 5500 Meter Höhe an. Nun wird die Luftmasse erwärmt. Warme Luft dehnt sich aus. Diese Ausdehnung kann wegen der Erdoberfläche nur zur Seite und nach oben hin geschehen. Durch diese Ausdehnung wird die Luftsäule höher. Das führt dazu, das unser Standort in 5500 Meter Höhe nicht mehr 50 Prozent, sondern z. B. 63 Prozent der Luftsäule über sich hat! Da jetzt "mehr Luft" über diesen Standort liegt, steigt hier auch der Luftdruck an. Bei kalter Luft ist es genau umgekehrt. Kalte Luft zieht sich zusammen womit die vertikale Höhe der Luftsäule abnimmt und der Luftdruck sinkt.


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Kalte und warme Luft in der Höhe
© Mario Lehwald


In der Höhe bedeutet warme Luft hohen und kalte Luft niedrigen Luftdruck.

In der Meteorologie arbeitet man mit Flächen, auf denen der gleiche Luftdruck herrscht. Eine Standardfläche ist z. B. die mit einem Druck von 500 Hectopascal. Im Durchschnitt liegt diese Fläche etwa 5500 Meter über Meereshöhe. Wie wir jetzt wissen, bedeutet kalte Luft in der Höhe niedrigen und warme hohen Luftdruck. Ist die Luft in der Höhe kalt, dann sinkt dort der Luftdruck, z. B. auf 485 Hectopascal. Um jetzt wieder die 500 Hectopascal zu bekommen, muß man weiter nach unten gehen, die Druckfläche von 500 Hectopascal liegt hier also tiefer! Bei warmer Luft ist es umgekehrt, hier liegt die Druckfläche von 500 Hectopascal höher. Die Höhe einer bestimmten Druckfläche bezeichnet man in der Meteorologie als Geopotential.


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Die Höhe der 500 hPa Druckfläche ist nicht immer gleich
© Mario Lehwald


In Höhenwetterkarten verbindet man nun Punkte gleicher Höhe, auf denen ein bestimmter Luftdruck herrscht, z. B. 500 Hectpascal. Diese Linien werden Isohypsen genannt. Isohypsen sind also Höhenlinien. An den Linien sind auch ihre Höhen angegeben. Meist erfolgt die Angabe in Dekameter wie in der Beispielkarte unten. Multipliziert man diese Zahl mit 10, so erhält man die Höhe in Meter.


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Beispiel einer Höhenwetterkarte der Druckfläche 500 hPa

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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