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Superzelle am 18. Juni 2002


Am 18. Juni 2002 war ich am Nachmittag in Osdorf, daher habe ich die Entwicklung auf dem Radar nicht mitbekommen. Es war mit über 32 Grad für norddeutsche Verhältnisse ungewöhnlich warm und schwül. Langsam verschwand die Sonne und es zogen sehr kräftige Mammatuswolken heran, wie ich sie vorher hier kaum gesehen habe. Nach Westen wurde es dunkler. Auf der Fahrt nach Hause sah ich tief im Nordwesten eine ausgeprägte Böenwalze näher kommen. Sie kam von rechts auf mich zu und erwischte sie mich 10 Minuten später auf der Fahrt. Bei ihrem Durchzug brach ein richtiger Sturm los der Blätter und Zweige durch die Luft wirbelte. Nach Nordwesten sah ich mittlerweile häufiges Flackern in der dunklen Wolkenmasse.

Zu Hause angekommen flackerte es im Sekundentakt am Himmel. Es waren überwiegend Wolkenblitze, die nur als diffuses Licht zu sehen waren. Wenig später knallte etwas gegen die Scheiben, während es unaufhörlich am Himmel flackerte. Es war riesengroßer Hagel! Zum Glück ging keine Scheibe kaputt. Das Hagelgebiet der Superzelle hatte uns voll erwischt. Anschließend folgte starker Regen aber kein richtig heftiger Platzregen. Die Superzelle entfernte sich langsam wieder. Ich ging raus und sammelte einige der großen Hagelkörner auf. In der Hand schmolzen sie rasch und wurden kleiner. Das was drinnen ankam hatte noch 5 cm Durchmesser! Da sie aber schon eine Weile im Garten lagen (über 15 Minuten) sind sie zu Anfang natürlich noch größer gewesen.


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Kräftige Mammatuswolken auf der Vorderseite der Superzelle


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Auf der Fahrt nach Hause sah man eine Böenwalze aus Nordwesten kommend


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Hagelkörner mit 5 cm Durchmesser!


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...richteten große Schäden an.


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Schäden durch Hagel (links) und orkanartige Böen (rechts).


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Schäden durch orkanartige Böen in Strande.

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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