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Cumulus (Cu)


Isolierte, dichte und scharf abgegrenzte Wolken. Sie entwickeln sich in der Vertikalen in Form von Kuppeln oder Türmen, im oberen Teil oft wie ein Blumenkohl aussehend. Von der Sonne beschienene Teile sind meist leuchtend weiß, die Untergrenze dagegen verhältnismäßig dunkel.

Cumuluswolken entstehen tagsüber durch die Sonneneinstrahlung durch Konvektion. Bleiben sie mäßig entwickelt (mediocris), bleibt es trocken. In instabilen Luftmassen können sie an Zahl und Größe rasch zunehmen. Aufgetürmte Cumuluswolken (congestus) haben ein blumenkohlähnliches Aussehen. Aus solchen gut entwickelten Cumuluswolken können bereits Schauer fallen. Befinden sich Cumuluswolken in der Nähe der Sonne, so erscheinen sie als dunkle Masse mit hellen Rändern.



Beispiele


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Cu humilis Cu humilis
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Cu mediocris Cu congestus
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Cu congestus Cu congestus
cu7.jpg cu8.jpg
Cu congestus Cu humilis fractus
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Cu congestus pileus Cu congestus pileus


Unterscheidungen zu anderen Wolkengattungen

Cumuluswolken, die horizontnah und zahlreich auftreten, können manchmal wie Stratocumulus aussehen. Stratocumulus hat aber immer abgeflachte Oberteile, während die Gipfel von Cumuluswolken immer kuppelförmig aussehen. Erst wenn die Unterseiten der einzelnen Cumuluswolken zusammenwachsen und ihre Oberseiten abgeflacht sind, spricht man von Stratocumulus.

Cumulus tritt manchmal in Form zerrissener Fetzen auf. Diese werden solange als Cumulus fractus bezeichnet, wie ihre Oberseiten abgerundete Formen erkennen lassen. Erst wenn diese nicht mehr erkennbar sind, sind es Stratusfetzen.



Bedeutung für das Wetter

An sonnigen Tagen entwickeln sich am Vormittag oft kleine Cumuluswolken von geringer bis mäßiger vertikaler Ausdehnung - die bekannten Schönwettercumuli. Solange sie in diesem Stadium bleiben, bleibt es auch dabei, vorausgesetzt, es treten darüber keine anderen Wolken auf! Am Abend fallen diese Schönwettercumuli wegen der abnehmenden Konvektion wieder in sich zusammen.

Türmen sich Cumuluswolken dagegen immer weiter nach oben auf (congestus) ist das eine Warnung, ihre Entwicklung genau weiter zu verfolgen. Sie können sich z. B. weiter zum Cumulonimbus entwickeln. Auch abends oder nachts aufkommende und stark nach oben quellende Cumuluswolken sind ein Hinweis darauf, das etwas nicht stimmt. Dies kann z. B. auf eine herannahende Kaltfront oder einen heranziehenden Trog mit Schauern und Gewittern hindeuten.

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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