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Hochbasige Konvektion


Oft liegt das Kondensationsniveau in Höhen zwischen 500 und 1500 Metern, also im tiefen Wolkenstockwerk. Die Basen der Cumuluswolken liegen also normalerweise im tiefen Wolkenstockwerk.

Sind die unteren Luftschicht sehr trocken, liegt das Kondensationsniveau recht hoch im mittelhohen Wolkenstockwerk über 2000 Meter Höhe. Bilden sich in diesem Falle Cumuluswolken, so liegen deren Basen nicht im tiefen, sondern im mittelhohen Wolkenstockwerk, also recht hoch. Man spricht in diesem Falle von hochbasiger Konvektion.

Ist genug Labilität, Feuchte sowie Hebung in den mittelhohen Luftschichten vorhanden, können sich hier Cumulonimbuswolken entwickeln, deren Basen recht hoch liegen. Bei hochbasiger Konvektion besteht vor allem die Gefahr heftiger Fallböen. Eine Tornadogefahr kann man dagegen fast ausschließen, da der Weg zwischen Wolkenbasis und Erdboden zu groß ist.


Hochbasige Konvektion am 20. August 2009

Die folgenden Bilder zeigen ein Beispiel hochbasiger Konvektion, wie sie am warmen Nachmittag des 20. August 2009 zu sehen war. Es handelte sich um eine schmale Linie hochbasiger großer Cumuluswolken, aus denen Schauer fielen. Teilweise war auch Altocumulus floccus mit dabei.

Die Niederschläge waren auf dem Niederschlagsradar deutlich in mittlerer Stärke zu sehen. Auch die Fallstreifen, die man beim Heranzug der Wolken gut sehen konnten zeigten, das Niederschläge aus den Wolken fielen. Da die Wolkenbasen aber recht hoch lagen, verdunstete ein Teil der Niederschläge auf den langen Weg nach unten, so daß beim Durchzug dieser Wolkenlinie am Boden nur noch einige Tropfen ankamen.


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Eine Linie hochbasiger Cumuluswolken...


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...an einem warmen Nachmittag


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Altocumulus floccus ist auch dabei gewesen


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Deutlich sieht man Fallstreifen unterhalb der hohen Wolkenbasis


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Die Niederschläge verdunsten aber zum Teil wieder in der Luft


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Beim Durchzug fallen nur wenige Tropfen

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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