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Nebel


Nebel ist praktisch eine am Erdboden aufliegende Wolke. Er kann zu jeder Jahreszeit auftreten, allerdings tritt er bei uns vor allem im Herbst und Winter auf. Von Nebel spricht man ab einer Sichtweite von unter einem Kilometer. Darüber bezeichnet man die Sichttrübung als Dunst. Der Begriff Hochnebel bezieht sich meist auf eine ausgedehnte strukturlose und tiefe Wolkenschicht mit der Bezeichnung Stratus. Man unterscheidet verschiedene Nebelarten.


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Nebel bei ruhigem Hochdruckwetter im Dezember
© Mario Lehwald


Besonders im Herbst und im Winter kühlen bei klarem Himmel durch Ausstrahlung die bodennahen Luftschichten stark ab. Da kalte Luft weniger Wasserdampf aufnehmen kann als warme Luft, steigt die relative Luftfeuchte bei anhaltender Abkühlung immer weiter an. Wird die Temperatur erreicht, wo die relative Luftfeuchte 100 Prozent beträgt (Taupunkt), so beginnt der in der Luft enthaltene Wasserdampf zu kondensieren und es bildet sich Nebel. Man nennt diesen Nebel auch Strahlungsnebel. Wenn am nächsten Tag die Temperaturen wieder ansteigen, löst sich dieser Nebel meist rasch auf. Bei ruhigen winterlichen Hochdrucklagen reicht die Erwärmung am Tage aber oft nicht aus und der Nebel kann so lange erhalten bleiben.

Eine weitere Nebelart ist der Advektionsnebel. Er entsteht, wenn warme und feuchte Luftmassen über kältere Gebiete geführt werden. Das ist z. B. oft im Frühling der Fall, wenn die Wasserflächen noch kalt sind. Werden dann feuchte und warme Luftmassen über diese Wasserflächen geführt, so kühlen diese ab und der Wasserdampf kondensiert zu dem sogenannten Kaltwassernebel aus.

Eine andere Nebelart, der sogenannte Warmwassernebel, entsteht im Herbst und Frühwinter über der See. Zu dieser Zeit ist das Wasser noch relativ warm; die Luft kühlt aber schon stark ab. Wenn nun kalte Luft über das warme Wasser geführt wird, führt die Verdunstung an der Wasseroberfläche langsam zu einer Feuchtesättigung der Luft. Der Wasserdampf beginnt bald auszukondensieren und es bildet sich Nebel. Besonders wenn im Herbst oder Frühwinter kontinentale Kaltluft über die Ostsee geführt wird, entstehen hier ausgedehnte Nebelfelder.

Eine weitere Nebelart, der Mischungsnebel, entsteht wenn zwei verschiedene Luftmassen miteinander vermischt werden und ihre Temperaturen sich einander angleichen. Dabei kann unter Umständen der Taupunkt unterschritten werden und der Wasserdampf kondensiert aus.


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Nebel bei ruhigem Hochdruckwetter im Dezember
© Mario Lehwald

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