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Auswertung von Seewetterberichten


Sofern man einen Seewetterbericht über Radio oder Telefon abhört, ist es ganz empfehlenswert ihn mit einen kleinen Kassettenrecorder aufzunehmen. So bleiben die Daten erhalten und man hat auch später noch alle Informationen beisammen! Beim Seewetteramt in Hamburg können Vordrucke bestellt werden (die sog. Bordwetterkarte Nr. 9), wo man alle Daten des Berichtes übersichtlich eintragen kann.

Die Auswertung beginnt mit dem Eintragen der Stationsmeldungen in den Vordruck der Bordwetterkarte Nr. 9. Dazu wird für jede Station, sofern eine Wetterneldung von ihr vorliegt, Windrichtung und -stärke, Temperatur, Luftdruck und besondere Beobachtungen (z. B. Nebel, Gewitter usw.) eingetragen. Dazu werden die Standardsymbole verwendet. Sind alle Stationen eingetragen, werden die Isobaren gezeichnet. Das ist manchmal gar nicht so einfach und erfordert zunächst ein bißchen Übung, geht aber später recht gut. Merke: Isobaren können sich niemals schneiden, denn dann müßte der Luftdruck an einem Ort ja zwei Werte gleichzeitig haben! So etwas gibt es natürlich nicht. Manchmal ist es auch nicht leicht, den genauen Verlauf der Isobaren zu finden, wenn in dem Bereich wenig Stationsmeldungen vorhanden sind. In diesem Fall nimmt man Mittelwerte, indem man die Isobaren schon vorhandenen angleicht.

Das Zeichnen eigener Wetterkarten nach dem Seewetterbericht ist auf jeden Fall eine interessante Sache - auch für den "Nichtseemann"! Auch wenn man damit nicht die Genauigkeit der professionellen Karten erreicht, ist es doch eine spannende Sache. Wer es probieren möchte sollte sich eine gute Anleitung dafür beschaffen, die z. B. beim Deutschen Wetterdienst in der Reihe Wetterkundliche Lehrmittel erhältlich ist. Die Kontaktadresse gibt es hier.


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Beispiel einer selbst gezeichneten Wetterkarte nach den Stationsmeldungen des Seewetterberichtes

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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