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Wetterkarten


Im Internet gibt es heute viele frei verfügbare Wetterkarten. Die ergiebigste Quelle in Deutschland für Hobbymeteorologen ist wohl die Wetterzentrale. Die wichtigsten Karten, die ich selber oft benutze, habe ich hier kurz beschrieben.



Grundlegendes zu den Wetterkarten

Grundsätzlich gibt es Karten, die den Zustand zu einem vergangenen Zeitpunkt zeigen (Analysekarten) und welche, die den Zustand für einen bestimmten Zeitpunkt im Voraus zeigen (Prognosekarten).

Auf den Karten in der Wetterzentrale steht links oben immer der Zeitpunkt, an dem die Karte erstellt wurde und oben rechts der Zeitpunkt, an dem die Karte die Situtation zeigt. Stimmen beide Zeitpunkte überein, hat man eine Analysekarte vor sich; also eine Karte die den Zustand so zeigt, wie er zu einem vergangenen Zeitpunkt wirklich war. Die Beispielkarte unten zeigt eine Analysekarte vom 11. August 2009 um 12 Uhr:


wzkarte1.gif

Analysekarte vom 11. August 2009 12 Uhr
aus der Wetterzentrale
© Mario Lehwald


Stimmen die beide Zeitpunkte nicht überein, hat man eine Prognosekarte vor sich; also eine Karte die den Zustand zu einem vorausberechneten Zeitpunkt zeigt. Die Beispielkarte unten wurde am 11. August 2009 um 12 Uhr erstellt und zeigt den vorausberechneten Zustand am 13. August 2009 um 12 Uhr, also genau 48 Stunden später:


wzkarte2.gif

Prognosekarte vom 11. August 2009 12 Uhr
für einen Zeitpunkt von 48 Stunden später aus der Wetterzentrale
© Mario Lehwald


Je länger der vorausberechnete Zeitraum ist, desto ungenauer wird das Ergebnis. So kommt es oft vor, daß die Prognosekarten für einen bestimmten Tag im Voraus täglich etwas anders aussehen können. Man betrachtet z. B. am 10. Juli eine Karte, welche die Situation für einen Zeitpunkt in 144 Stunden zeigt, also für den 16. Juli. Drei Tage später, also am 13. Juli kann die Karte für den 16. Juli dagegen ganz anders aussehen!

Weiterhin ist auf den Karten angegeben, was sie zeigen. Die beiden Beispielkarten oben zeigen z. B. die Höhe der 500-hPa Druckfläche sowie die Isobaren des Luftdrucks auf Meereshöhe bezogen.

Weiterhin gibt es verschiedene Rechenmodelle, mit denen die Prognosekarten berechnet werden. Das benutzte Modell ist ebenfalls auf den Karten angegeben. Bei den Beispielkarten oben wurde z. B. das amerikanische Modell GFS benutzt.



Bekannte Wettervorhersagemodelle
ECMWF Europäischen Zentrum für Mittelfristprognosen in Reading, UK (European Centre for Medium-range Weather Forecast)
GFS Amerikanisches Wettermodell (Global Forecast System); wurde früher als AVN / MRF bezeichnet
GEM Kanadisches globales Wettervorhersagemodell
GME Deutsches globales Wettervorhersagemodell (Deutscher Wetterdienst)
JMA Japanisches globales Wettervorhersagemodell (Japan Meteorological Agency)
LME Deutsches lokales Wettervorhersagemodell (Deutscher Wetterdienst)
LFPW Französisches globales Wettervorhersagemodell
NOGAPS Amerikanisches Wettervorhersagemodell der US-Navy
UKMO Britisches globales Wettervorhersagemodell (United Kingdom Meteorological Office)


Wetterberichte für Hobbymeteorologen

Bei extremen Wettersituationen sind die Webseiten des DWD oft überlastet und nicht erreichbar. In diesem Fall werden Webseitenaufrufe des DWD auf die folgende Seite umgeschaltet, auf die auch im Falle von extrem hohen Zugriffszahlen zugegriffen werden kann:

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
www.seewetter-kiel.de