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Höhenkarten 850 hPa


Die 850 hPa-Karte repräsentiert die Situation in ca. 1,5 bis 2 km Höhe. Üblicherweise zeigen sie die Temperaturen in dieser Höhe sowie die Strömungslinien.



Aktuelle Höhenkarten 850 hPa

GFS von Cola/Iges:
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Weitere Karten gibt es in der Wetterzentrale!



Erläuterungen zu den 850 hPa Höhenkarten

Die Linien dieser Karten heißen im Gegensatz zu den Isobaren auf den Bodenkarten Isohypsen. Während die Isobaren auf den Bodenwetterkarten Orte mit gleichem Luftdruck (auf Meereshöhe bezogen) verbinden, sind die Isohypsen Höhenlinien. Sie verbinden Orte gleicher Höhe, auf denen bestimmter Luftdruck (hier 850 hPa) herrscht.



Die 850 hPa-Karten aus der Wetterzentrale

850wz.gif 850 hPa Geopot. und Temperatur

Diese Karte zeigt die Temperaturen auf der 850 hPa Druckfläche als farbige Flächen, sowie die Isohypsen als weiße Linien. An den Linien sind in weißen Kästen Zahlen markiert. Sie geben die Höhe an, auf der der Druck von 850 hPa liegt. Die Angabe erfolgt in Dekameter. Multipliziert man diese Zahl mit 10, so erhält man die Höhe in Meter.

Die Temperaturen der 850 hPa-Karten sind gut dazu geeignet, um die Maximaltemperatur am Erdboden abzuschätzen. Bei klarem Sommerwetter kann man grob 1 Grad C pro 100 Meter dazuaddieren (Trockenadiabatischer Temperaturgradient). Liegt die 850 hPa Druckfläche z. B. auf 1600 Meter Höhe und die Temperatur beträgt dort 10 Grad C, dann ist es auf Meereshöhe (0 Meter) etwa 26 Grad warm, und auf 500 Meter etwa 21 Grad!

Im Winter ist das nicht so einfach, weil dann bodennahe Kaltluft (Inversion!) die Sache erheblich komplizierter macht. Oft ist dann sogar am Boden kälter als in 1500 Metern Höhe!


850aequipot.gif 850 hPa Äq. Pot. und Temperatur

Diese Karte zeigt die sogenannte Äquivalentpotentielle Temperatur auf der 850 hPa Druckfläche als farbige Flächen, sowie die Isobaren des Bodenluftdrucks auf Meereshöhe.

Die Äquivalentpotentielle Temperatur wird auch als Theta-E bezeichnet. Es ist die Temperatur, die ein Luftpaket hätte, wenn man es soweit aufsteigen läßt, bis sein Wasserdampf restlos auskondensiert ist und es dann auf eine Druckhöhe von 1000 hPa absinken läßt. Da das Aufsteigen feuchtadiabatisch mit 0,7 Grad C Abnahme pro Hundert Meter Höhe erfolgt, das Absinken dagegen trockenadiabatisch mit 1 Grad C Anstieg pro Hundert Meter Höhe, ist das Luftpaket am Ende auf 1000 hPa wärmer als vorher!

Hohe Temperaturwerte (Theta-E-Werte) stehen für Warmluft, tiefe für Kaltluft. Zusätzlich sind die Temperaturwerte im Abstand von 10 Grad C als dünne graue Linien eingezeichnet. Mit diesen Karten kann man ganz gut den Verlauf von Fronten sehen. Im Bereich von Fronten ist eine mehr oder weniger deutliche Verdichtung der Temperaturlinien zu sehen. Warmfronten liegen immer auf der Rückseite steigender Temperaturwerte, Kaltfronten dagegen auf der Vorderseite!

Auf dem Beispielkartenausschnitt oben erkennt man z. B. eine deutliche Verdichtung der Temperaturlinien über Westfrankreich, die sich weiter in einem Bogen nach links bis zur Nordsee erstreckt. Die Temperaturwerte nehmen nach Westen ab - es handelt sich also um eine Kaltfront.

Diese Karten gibt es als Analysen (Zustand zu einem vergangenen Zeitpunkt) und als Prognosen (vorausberechneter Zustand für einen bestimmten Zeitraum in der Zukunft).

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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