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Satellitenbilder


Seit der Abschaltung von Meteosat 7 im Juni 2006 sind die bis dahin vorhandenen Quellen an aktuellen Satellitenbilder im Internet leider geschlossen worden. Seitdem ist es schwieriger, über das Internet an gute Satellitenbilder heranzukommen. Eine Quelle habe ich unter Meteosat 8 aufgeführt. Leider ist diese Seite nicht von allen Providern aus erreichbar. Weiterhin gibt es natürlich aktuelle Bilder der polumlaufenden Satelliten NOAA.


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Satellitenbilder-Archive

Meteosat - von der Universität de Barcelona (ab 1996)
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NOAA - von der Dundee-Satellitenstation (ab 1993, teils ab 1979)
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Meteosat

Bei uns in Europa empfangen wir grundsätzlich Satellitenbilder vom Satelliten Meteosat. Dieser steht in etwa 36.000 km Höhe auf Null Grad Länge über dem Äquator. Meteosat sendet alle 15 Minuten eine Aufnahme zur Erde. Mit der Abschaltung von Meteosat 7 wurden allerdings zahlreiche Bilderquellen im Internet geschlossen.

Heute gibt es im Internet weiterhin einige Quellen mit guten Meteosatbildern, allerdings nicht mehr so viele wie zuvor. Es werden immer Aufnahmen im sichtbaren Licht (VIS) und Infrarotbereich (IR) gemacht.

VIS-Aufnahmen (VIS = visible) zeigen die Situation so, wie sie ein menschliches Auge an Bord des Satelliten auch sehen würde.

Bei IR-Aufnahmen (Infrarot) werden dagegen verschiedene Temperaturen dargestellt. Wir sehen die Bilder also nicht so, wie das menschliche Auge sie sehen würde! Dabei werden die warmen Bereiche dunkel und die kalten Bereiche weiß dargestellt. Die zwischenliegenden Temperaturen werden dann als Graustufen dargestellt. Hier gilt: Je weißer desto kälter! Da ja die Wolken in der Regel auch kalt sind, erscheinen sie auf den IR-Bildern meist in einem sehr hellen Grau oder Weiß, je nach ihrer Höhe! Der große Vorteil von IR-Aufnahmen ist, daß sie vollkommen unabhängig von Tag- und Nachtzeit sind, und daher auch im Dunkeln gemacht werden können! Belegt man z. B. die Graustufen eines IR-Bildes mit Falschfarben, kann man daraus auch auf die Wolkenhöhe schließen. Im folgenden werden zwei Meteosatbilder vom 29. Mai 1998, 17.00 UT miteinander verglichen, die noch von Meteosat 6 stammen:


met_vis.jpg

Meteosat VIS:

Das Bild links ist im sichtbaren Licht aufgenommen worden. Es zeigt ein frontales Wolkenband, das von den Niederlanden bis zu den Alpen verläuft. Über Nord- und Ostdeutschland sind größere Kleckse zu erkennen, vermutlich Komplexe aus Cumulonimbuswolken.



met_ir.jpg

Meteosat Infrarot:

Dieses Bild ist dagegen ein Infrarotbild. Hier sieht man recht deutlich, daß die Kleckse über Nord- und Ostdeutschland in einem besonders hellen Weiß erscheinen, was nichts anderes bedeutet, als daß sie auch besonders kalt sind. Wir haben es hier also mit mächtigen Cumulonimbuswolken zu tun, die in ihrem Oberteil besonders kalt sind und daher eine große Höhe erreicht haben. Im Allgemeinen gilt immer: Je kälter, desto mächtiger sind die Wolken und desto aktiver das Wetter darunter!




NOAA (National Oceanographic and Atmospheric Administration)

Im Gegensatz zu den Meteosat-Satelliten, die in 36.000 km Höhe stationär sind, kreisen die NOAA-Satelliten auf polumlaufenden Bahnen in ca. 850 km Höhe um die Erde. Da diese Satelliten auch über Europa fliegen, ergibt sich hier eine sehr schöne Draufsicht von oben und eine wesentlich höhere Auflösung der Bilder. Allerdings finden die Überflüge in einem Zeitraum von etwa 12 Stunden statt; da aber mehrere NOAA-Satelliten über den Nordpol der Erde fliegen, gibt es alle 3 bis 4 Stunden ein neues Bild von Europa. Aufgrund der größeren Zeitabstände zwischen den Bildern, sind sie für die ständige Beobachtung der Verlagerung von Fronten nicht so geeignet, wie die Meteosat-Bilder.

noaa.jpg

Gute Bilder der europäischen Überflüge der NOAA-Satelliten gibt es bei der Dundee-Satellitenstation. Das Bild links zeigt ein Beispiel vom 08.06.99, 13.54 UT. Man muß sich dort nur (kostenlos) registrieren und hat anschließend Zugriff auf die Bilder der europäischen Überflüge.

NOAA-Bilder gibt es auch beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR. Das Bild von Mitteleuropa hat ebenfalls eine hohe Auflösung. Auch in der Wetterzentrale gibt es NOAA-Bilder.


© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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