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Wolkenverschlüsselung


wolken.jpg In meteorologischen Wettermeldungen werden die Wolken mit Codes verschlüsselt, die aus dem internationalen Wolkenatlas der World Meteorological Organization stammen. Hier werden drei Hauptcodes unterschieden:

  • CL - Low Clouds (Tiefe Wolken)
  • CM - Middle Clouds (Mittelhohe Wolken)
  • CH - High Clouds (Hohe Wolken)

Zu jedem dieser drei Codes gibt es neun Verschlüsselungsziffern, die für bestimmte Himmelsansichten stehen. Dabei werden nicht nur die Wolkengattungen bestimmt, sondern der Himmel auch als ganzes gesehen, d. h. die Entwicklungen der Wolken mit berücksichtigt. So macht es z. B. einen Unterschied, ob auftretende Cirruswolken den Himmel fortschreitend überziehen (also an Menge und Bedeckung langsam zunehmen) oder nicht. Und wenn z. B. Cumulus- und Stratocumuluswolken gleichzeitig am Himmel vorhanden sind ist es wichtig für die Verschlüsselung, ob der Stratocumulus aus Cumuluswolken entstanden ist oder nicht.


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Ich selbst benutze diesen Verschlüsselungscode seit den 90er Jahren bei meinen Beobachtungen und Fotos ständig, da er bestimmte Wolkenentwicklungen wie z. B. einen Schlechtwetteraufzug usw. mit berücksichtigt. Seine korrekte Anwendung erfordert aber erstens sehr gute Kenntnisse der Wolkengattungen und damit viel Übung und Erfahrung, und zweitens eine möglichst dauerhafte Beobachtung des Himmels! Diese ist nötig um z. B. entscheiden zu können, ob vorhandene Cirrus- oder Altocumuluswolken den Himmel fortschreitend überziehen, also an Menge und Dichte stetig zunehmen (es sich also um einen Aufzug handelt) oder nicht. Meine Wolkenfotos im Wolkenatlas habe ich ebenfalls nach diesen Verschlüsselungscode sortiert, der bei jedem Wolkenfoto angegeben ist.

Anzumerken ist noch, daß bei dem Verschlüsselungscode nur drei Wolkengruppen existieren, d. h. die in der Wolkenklassifikation vorhandene vierte Gruppe der vertikal mächtigen Wolken existiert hier nicht. Die Gattungen Cumulus und Cumulonimbus wurden hier bei den tiefen Wolken aufgenommen, da sie meist Basen im tiefen Wolkenstockwerk haben. Der Nimbostratus ist dagegen bei den mittelhohen Wolken aufgenommen, da er oft Wolkenuntergrenzen in diesem Höhenbereich hat.

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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