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Stratocumulus (Sc)


Graue und / oder weißliche Flecken, Felder oder Schichten von Wolken, die aus mosaikartigen Schollen, Ballen oder Walzen von nichtfaseriger Struktur bestehen. Die mehr oder weniger regelmäßig angeordneten kleineren Wolkenteile haben eine scheinbare Breite von mehr als 5 Grad am Himmel.

Stratocumulus ist die bei uns die am häufigsten vorkommende Wolkenart. Er kann bei allen möglichen Wetterlagen auftreten.

Nur im Winter bei sehr tiefen Temperaturen fallen aus Stratocumulus manchmal Eiskristalle, wobei dann faserige Schleppen (virga) auftreten.



Beispiele


sc1.jpg sc2.jpg
Sc stratiformis perlucidus Sc stratiformis perlucidus
sc3.jpg sc4.jpg
Sc stratiformis perlucidus Sc stratiformis perlucidus
sc5.jpg sc6.jpg
Sc stratiformis perlucidus undulatus Sc stratiformis perlucidus duplicatus
sc7.jpg sc8.jpg
Sc stratiformis perlucidus Sc stratiformis perlucidus
sc9.jpg sc10.jpg
Sc stratiformis perlucidus translucidus Sc stratiformis perlucidus translucidus
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Sc stratiformis opacus Sc stratiformis opacus
sc13.jpg sc14.jpg
Sc stratiformis opacus mamma Sc lenticularis


Unterscheidungen zu anderen Wolkengattungen

Manchmal kann Stratocumulus mit Altocumulus, der dunkle Teile aufweist, verwechselt werden. Wenn die meisten der regelmäßig angeordneten Wolkenteile eine scheinbare Breite von mehr als 5 Grad am Himmel haben, handelt es sich um Stratocumulus. Allerdings müssen die Wolkenteile, welche zu dieser Messung herangezogen werden, eine Höhe von mindestens 30 Grad oder mehr über dem Horizont haben!

Diese Regel trifft nach meinen Erfahrungen aber nicht immer zu. Ich habe schon Stratocumulus gesehen, wo die meisten der regelmäßig angeordneten Wolkenteile kleiner als 5 Grad waren und man rein vom Optischen her auf Altocumulus getippt hätte.


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So kann man sich täuschen!
Obwohl diese Wolken eher nach Altocumulus aussehen, liegen sie nur 1200 Meter hoch und gehören damit zu den tiefen Wolken und somit der Gattung Stratocumulus an!
© Mario Lehwald


Ein Blick in die Wettermeldungen zeigte aber, das die Wolkenunterseite lediglich nur 1200 Meter hoch war! Damit befanden sich die Wolken im tiefen Wolkenstockwerk und gehörten zweifellos der Gattung Stratocumulus an. Manchmal kann nur eine Angabe über die Wolkenhöhe Klarheit schaffen.

Im Gegensatz zu Cumulus hat Stratocumulus stets eine abgeflachte Oberseite und tritt in Form von Feldern, Schichten oder Bänken auf.



Bedeutung für das Wetter

Stratocumulus kann bei allen Wetterlagen auftreten, so daß sich eine grundlegende Aussage auf das kommende Wetter nicht machen läßt! Allerdings ist er eine Wolke, die meist Auflösungserscheinungen zeigt. Erst eine längere Beobachtung führt hier zum Ziel.

Stratocumulus zeigt aber meist stabiles Wetter an und tritt z. B. gerne bei winterlichen Hochdrucklagen auf, wo er sich meist unterhalb einer Inversion bildet. Im Sommerhalbjahr entsteht er oft aus Cumuluswolken, wenn diese eine Inversion erreichen und sich unterhalb dieser horizontal zu Stratocumulus ausbreiten.

Allerdings kann Stratocumulus auch vor Fronten auftreten. In diesem Fall zeigt er oft unruhige Wellenstrukturen (undulatus) und verdichtet sich dann rasch zu einer geschlossenen Wolkendecke.

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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