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Logbuch 1988


Auch im Februar 1988 fuhr ich öfter mit dem Fahrrad los und fotografierte heranziehende Schneeschauer. Es war auch das erste Mal, wo ich aus der Ferne Niederschläge aus einer Wolke fallen sah. Abends hörte ich oft meine aufgenommenen Cassetten von der internationalen Hitparade. Die damaligen Hits "Sign Your Name" (Terence Trent D'Arby), " Love Changes Everything" (Climie Fisher), "Here I Am" (Dominoe), " Heaven Is A Place On Earth" (Belinda Carlisle) oder "Get Outta My Dreams, Get Into My Car" (Billy Ocean) erinnern mich noch sehr an diese Zeit.


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Heranziehende Schneeschauer im März 1988


Anfang März 1988 war ich an einem Nachmittag mit dem Fahrrad an den großen Suchsdorfer See gefahren, um dort Fotos zu machen. Dabei zog es zu und ich fuhr zurück. Auf dem Rückweg baute sich im Westen eine dunkle Wolkenwand auf. Wenig später blitze es in der dunklen Wolkenwand und es begann heftig zu schneien. Ich fuhr so schnell ich konnte die restlichen 800 Meter nach Hause, denn bei Gewitter im Freien ist es nicht ungefährlich! Zu Hause angekommen gab es eine weitere Entladung und wenig später war alles weiß. Dazu fiel mir nur der im BLV-Buch erwähnte "Wettersturz" ein! Weiterhin legte ich mir das Buch "Wie wird das Wetter?" von S. Schöpfer aus dem Kosmosverlag zu.


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Im März 1988 überraschte mich eine Schnee-Gewitterfront


Im April 1988 kaufte ich mir eine Ricoh KR 10, um die Revue SC 3 ausschließlich für astronomische Aufnahmen nutzen können, da ich hierfür andere Filme brauchte. Die Ricoh KR 10 wurde für meteorologische Aufnahmen und Naturmotive am Tage benutzt.


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Noch ein Bild aus alten Tagen:
Die Vorderseite eines Tiefdruckgebietes im Februar 1988


Am 27. Mai 1988 war es warm und schwül und von Süden zog eine einzelne Gewitterzelle heran. Den Kopf erkannte ich einwandfrei als Cumulonimbus. Die kleine Zelle streifte meinen Wohnort westlich. Später folgten aus Süden weitere Zellen, die ich während einer Fahrradtour aus der Ferne fotografierte. Später folgten starke Gewitter.


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Links: Eisschirm einer kleinen Gewitterzelle am 27. Mai 1988
Rechts: Von Süden zogen am gleichen Tag weitere Gewitterzellen heran


Im Juli 1988 bin ich mit meinem Vater in den Urlaub nach La Manga in Südspanien gefahren. Hier konnte ich einige kleine Cumulonimben fotografieren, aber mein Hauptinteresse galt hier der Astronomie und den Sternbildern Schütze sowie Skorpion.

Im August 1988 gab es einige Schauerlagen. Ich fuhr oft mit dem Fahrrad los und fotografierte Kaltuft-Cumuluswolken und -Cumulonimben.


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Links: Kaltluftgewitter am 20. August 1988
Rechts: Kaltluft-Cumulus im September 1988


In der Nacht auf den 28. August 1988 zog eine Warmfront durch. Am Tage waren wir in die Heide gefahren und es war recht warm und schwül. Endlich erlebte ich mal ein Tief mit einem breiten Warmsektor und es schien jetzt mal so abzulaufen, wie es in den Wetterbüchern immer beschrieben wurde! Mir war klar das noch eine Kaltfront folgen würde, die dann auch am Abend mit Gewittern kam. Es gab allerdings keinen Hagel, sondern nur einen kurzen Wolkenbruch.


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Links: Altocumulus im Warmsektor am 28. August 1988
Rechts: Aufkommende Kaltluftgewitter am Abend des 28. August 1988


Im September 1988 kaufte ich mir das Buch "Meteorologie" von Hans Joachim Tanck aus dem Rohwoldt Verlag. Ich fand es allerdings schon etwas schwieriger und tiefgründiger geschrieben als die anderen Bücher. Weiterhin folgte das kleine "Praktische Wetterlexikon" aus dem C.H. Beck-Verlag. Hier wurden viele Begriffe kurz erklärt. Ein Satz ist mir unter "Welle" noch in Erinnerung geblieben, den ich oft gelesen habe: "Lebhafte Tiefdrucktätigkeit über dem Atlantik und Nordeuropa bewirkt oft, daß sich aus heranziehenden Wellenstörungen innnerhalb kurzer Zeit Sturm- oder Orkantiefs entwickeln."

Im Oktober 1988 fiel mir in der neuen Buchhandlung bei Hertie in Kiel der Wolkenatlas von Gerrit de Bont auf. Jedesmal wenn ich in der Stadt war, sah ich mir dieses Buch mit Begeisterung an und konnte mich an den interessanten Wolkenbildern gar nicht sattsehen...

Am 7. Oktober 1988 gab es den ersten Herbststurm. Mir fielen besonders die tiefen und rasch über den Himmel ziehenden Wolken bei dem Regen auf, von denen ich einige Fotos machte.


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Sturmtief am 7. Oktober 1988


Schon bald fiel mir auf, daß Wettererscheinungen nicht immer so ablaufen, wie in den Büchern beschrieben! Bei Kaltfronten habe ich z. B. gelesen, daß diese immer mit einer dunklen Wolkenwand und nachfolgenden Schauern und Gewittern durchziehen. An einem Abend im Oktober 1988 sah ich im Wetterbericht, daß am nächsten Tag eine Kaltfront durchziehen sollte: "Zunehmende Bewölkung und später länger andauernder Regen" hieß es da. Damals gab es auch noch eine Wetterkarte mit richtigen Isobaren im Fernsehen! Aber warum bringt die Kaltfront morgen nur langweiligen Regen und nicht, wie es in den Büchern steht, Schauer und Gewitter? Hat der Typ da im Fernsehen etwa keine Ahnung?


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