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Altostratus (As)


Graue Wolkenfelder oder -schichten, stellenweise so dünn, daß die Sonne schwach wie durch ein Milchglas zu erkennen ist. Im Altostratus treten keine Haloerscheinungen mehr auf.

Wer sich die nötige Zeit dazu nimmt kann sehen, wie diese Bewölkung langsam dichter wird. Altostratus kann so dicht sein, das Sonne oder Mond vollständig bedeckt werden (opacus). Aus dichtem Altostratus kann Niederschlag fallen. Oft bilden sich dann unter dem eigentlichen Altostratus Schlechtwetterfetzen (pannus oder fractus) aus.



Beispiele


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As translucidus As translucidus
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As opacus As opacus


Unterscheidungen zu anderen Wolkengattungen

Oft ist eine Unterscheidung zwischen dünnem Altostratus und Cirrostratus nicht einfach. In Cirrostratus treten aber Haloerscheinungen auf und Gegenstände werfen am Boden noch einen Schatten. Bei Altostratus treten dagegen keine Haloerscheinungen mehr auf und Gegenstände werfen auch keine Schatten mehr, da die Sonne milchig verdeckt wird.

Eine Unterscheidung zu Stratus beruht darin, daß Altostratus niemals reinweiß sondern stets grau erscheint und bei Sonne und Mond eine Mattglaswirkung zeigt, die bei Stratus nicht vorkommt. Dünner Stratus schwächt zwar das Licht von Sonne und Mond, aber man sieht Sonne und Mond immer noch als scharf umrissene Kreise.

Im Gegensatz zu Nimbostratus hat Altostratus hat ein helleres Grau und durch dünnere Stellen sind Sonne und Mond schwach wie durch ein Milchglas erkennbar. Besonders in mondlosen Nächten ist eine Unterscheidung nicht leicht. Fällt kein Niederschlag, wird die Wolke im Zweifelsfall als Altostratus eingestuft.



Bedeutung für das Wetter

Altostratus tritt meist in Verbindung mit Fronten auf. Solange er so dünn bleibt, daß man die Sonne noch deutlich aber verschwommen sieht, besteht kaum Niederschlagsgefahr. Ist er aber so mächtig, daß er die Sonne völlig verdeckt, ist es meist bis zum kommenden Regen nicht mehr weit.

Auch bei Altostratus gilt daher, daß man ihn genau beobachten muß! Es gibt auch Situationen, wo sich Altostratus nicht weiter verdichtet, sondern später langsam wieder dünner wird und sich schließlich ganz auflöst.

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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