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Hochdrucksturm


Nicht nur im Tief, sondern auch am Rande eines Hochdruckgebietes kann es zu Sturm kommen. Diese sogenannten Hochdruckstürme können im Sommer wie im Winter auftreten.

Bei gleichem Isobarenabstand treten bei antizyklonaler Isobarenkrümmung immer höhere Windstärken auf alsb ei zyklonaler. Ein Hochdrucksturm tritt am Rande eines kräftigen Hochdruckgebietes auf, wobei die Ausgangslage oft die gleiche ist: Ein kräftiges Hoch liegt über Großbritannien oder Skandinavien. Wenn nun ein kleineres Tief, dem man meist kaum Beachtung schenkt, nach Südschweden oder Polen zieht, kommt es zu einer starken Verdichtung der Isobaren zwischen beiden Druckzentren. Meist werden solch kleine Störungen von dem mächtigen Hoch einfach beiseite geschoben oder sie füllen sich auf. Manchmal sind diese kleinen Tiefs aber recht zäh und bleiben so dem mächtigen Hoch gegenüber erhalten. Als Folge der starken Isobarendrängung erreicht der Wind über der Nord- und Ostsee nicht selten volle Sturmstärke, manchmal bis Bft. 10!

Das alles spielt sich meist auch noch bei klarem Himmel ab und der Sturm hält häufig mehrere Tage an. Steigender Luftdruck und zunehmender Wind sind ein sicheres Zeichen für einen solchen Hochdrucksturm. Der Himmel bleibt dabei oft völlig klar; nur vereinzelte Cirren sind zu beobachten. Der Wind weht hier auch sehr gleichmäßig und nicht so böig. Falls im Wetterbericht ein kleines Tief erwähnt wird, das abzieht, so darf die Windstärke nicht zunehmen, wenn die Vorhersage eintreffen soll. Andernfalls sollte man besonders wachsam sein.


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Hochdrucksturm am 6. Mai 1998

Am 6. Mai 1999 lag ein kräftiges Hoch über Skandinavien; im Süden ein schwaches Tief. Über der Nord- und Ostsee sind die Isobaren stark verdichtet. Einige Tage lang wehte hier ein stürmischer Ost- bis Südostwind der am 6. Mai am Leuchtturm in Kiel Stärke 7 bis 8 erreichte!

Quelle der Karte: Wetterzentrale
Bearbeitung: Mario Lehwald

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